Unimogs
Auch «echte» Unimogs gehörten zur Sammelleidenschaft von Hans-Jürgen Wischhof. Über die Jahre hatte er spezielle Unimogs erstanden und fachmännisch renoviert, teils auch originalgetreu restauriert – in Eigenregie oder zusammen mit führenden Spezialisten. Ein ganz besonderes Projekt war der Kauf eines Böhringer UNIMOG gemeinsam mit Claudio Lazzarini, Mustafa Koluman, Josef Paul, Rainer Schmidt, Manfred und Timo Gasafi und dessen anschliessende Restauratierung. Der Böhringer UNIMOG wurde nach Abschluss der Arbeiten gemeinsam dem Unimog Museum in Gaggenau geschenkt.
Böhringer
Der Boehringer Unimog aus dem Jahr 1950 ist eine seltene Rarität der Baureihe 70200, die noch vor der Mercedes-Übernahme in Göppingen gefertigt wurde und stolz das charakteristische Ochsenkopf-Logo statt des Sterns trägt. Das kantige, meist tannengrüne Arbeitsgerät wird von einem 25 PS starken Dieselmotor angetrieben und besticht durch sein offenes Fahrerhaus sowie die rein funktionale Bauweise. Dank seiner innovativen Portalachsen und dem permanenten Allradantrieb bietet er eine enorme Bodenfreiheit und Geländegängigkeit, die ihn damals jedem herkömmlichen Traktor überlegen machten.
Baujahr: 1950
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau
Massey Ferguson TEA 20
Dieser Massey Ferguson TEA 20, liebevoll oft nur „Little Grey Fergie“ genannt, präsentiert sich in seiner historisch korrekten, komplett grauen Lackierung als echte Stilikone der Landtechnik. Er revolutionierte die Landwirtschaft einst durch das wegweisende „Ferguson-System“ (Dreipunkt-Hydraulik), das Traktor und Anbaugerät erstmals zu einer festen Einheit verband. Unter der charakteristisch abgerundeten Haube arbeitet ein robuster Benzinmotor der Standard Motor Company, der den leichten und wendigen Schlepper antreibt. Sein minimalistisches, rein funktionales Design und die unverwüstliche Technik machen diesen grauen Klassiker heute zu einem weltweit begehrten Sammlerstück.
Baujahr: 1950
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau
U 411c
Der Unimog 411c Cabrio gilt mit seiner charakteristischen, abgerundeten „Froschmaul“-Motorhaube und den runden Scheinwerfern als Inbegriff des klassischen Unimogs. Durch das offene Fahrerhaus mit faltbarem Stoffverdeck bietet er ein besonders unmittelbares, fast puristisches Fahrerlebnis. Angetrieben vom bewährten OM 636 Dieselmotor, der in der c-Version meist 32 oder 34 PS leistet, vereint er kompakte Abmessungen mit enormer Zugkraft. Trotz seiner fast niedlichen Optik ist er dank Portalachsen und Allradantrieb ein unverwüstliches Arbeitstier, das auch im schweren Gelände nicht aufgibt.
Baujahr: 1967
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau
U 404S DOKA
Der Unimog 404 S DOKA gilt mit seiner kantigen Frontpartie und der seltenen Doppelkabine als markanter Klassiker der Baureihe. Durch die vier Türen und den zusätzlichen Innenraum bietet er ein besonderes, beinahe ungewöhnliches Unimog-Fahrergefühl. Angetrieben vom bewährten M-180-Benzinmotor mit rund 82 PS vereint er robuste Technik mit erstaunlicher Agilität. Trotz seines nüchternen, militärisch geprägten Auftritts ist er dank Portalachsen und Allradantrieb ein unverwüstliches Arbeitstier, das auch im schweren Gelände nicht aufgibt.
Baujahr: 1964
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau
U 406
Der Unimog 406 gilt als der Inbegriff der „mittleren Baureihe“ und besticht durch seine wuchtige, unverwechselbare Optik sowie den legendären 5,7-Liter-Sechszylinder-Dieselmotor (OM 352). Mit seinem kernigen Sound und deutlich gesteigerter Leistung markierte er den Schritt vom kleinen Agrarschlepper zum leistungsstarken Universal-Arbeitsgerät. Ausgestattet mit extrem geländegängigen Portalachsen und einer robusten Rahmenbauweise, ist er für viele Fans der schönste und vielseitigste Unimog, der je gebaut wurde. Seine technische Langlebigkeit und die unzähligen Anbaumöglichkeiten machen ihn auch heute noch zu einem begehrten Klassiker für Arbeit und Hobby.
Baujahr: 1989
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau
MB-trac 800
Dieser MB-trac 800 sticht sofort durch seine besondere Farbgebung hervor: Die Karosserie ist in einem eleganten Beige lackiert, das einen markanten Kontrast zu den leuchtend roten Radkappen bildet. Als robuster Systemschlepper auf Unimog-Basis verfügt er über vier gleich große Räder und eine mittig angeordnete Kabine, die dem Fahrer eine optimale Rundumsicht gewährt. Unter der Haube sorgt ein kräftiger Dieselmotor für den nötigen Vortrieb, sodass das Fahrzeug trotz der fast schon edlen Optik seine volle Leistungsfähigkeit im harten Arbeitseinsatz behält.
Baujahr: 1979
Aktueller Standort: Unimog Museum Gaggenau